Drei Newsletter Ideen, die nicht nach Werbung klingen und trotzdem Lust auf deinen Laden machen.
Du hast 100 Email-Adressen gesammelt. Über deine Website, vielleicht auch ein paar direkt im Laden.
Und eigentlich weißt du seit letztem Mai, dass du diesen Menschen endlich mal schreiben solltest.
Aber was?
Also hast du es wieder verschoben.
Das Schaufenster muss schließlich auch noch gemacht werden. I get it.
Irgendeinen Sonntagabend sitzt du dann auf dem Sofa und hast ehrlich gesagt 0,0 Bock, schon wieder Content für Instagram zu erstellen.
Also schaust du stattdessen mal wieder in deine Email-Liste.
Shit.
Schon wieder drei neue Abos dazugekommen, seit du das letzte Mal reingeschaut hast.
Da sitzen inzwischen über 100 Menschen, die dir freiwillig ihre Email-Adresse gegeben haben und seit Monaten nichts von dir hören.
Okay.
Jetzt aber.
Angriff.
Du öffnest eine neue Email.
Der Cursor blinkt.
Und blinkt.
Was zur Hölle schreibst du denen jetzt?
Du nimmst dein Handy und scrollst durch dein eigenes Postfach. Vielleicht findest du ja irgendwo ein bisschen Inspiration.
Nach ein paar Minuten bist du eher angeekelt.
SALE. 20 Prozent Rabatt. NUR HEUTE. „Das darfst du nicht verpassen.“
Uff.
Genau solche Newsletter willst du deinen Kundinnen auf keinen Fall schicken.
Aber was dann?
Deinen Kundinnen geht es genauso wie dir
Wenn du gerade schon beim Lesen von „SALE. 20 Prozent. NUR HEUTE.“ genervt warst, kannst du dir ziemlich sicher sein: Deinen Kundinnen geht es ähnlich.
Die bekommen nämlich genauso viele Emails wie du.
Und ich wette, sie sind sogar ziemlich dankbar, wenn zwischen all den schleimigen, pushigen Sales-Emails plötzlich eine von ihrem Lieblingsladen auftaucht, die sie wirklich gerne lesen.
Eine Email, die ihnen etwas erzählt. Die sie kurz – gedanklich – mit in deinen Laden nimmt. Bei der sie vielleicht sogar denkt:
„Ach stimmt, da wollte ich doch sowieso mal wieder hin.“
Und dafür brauchst du keinen spektakulären Anlass.
In deinem Laden passieren jeden Tag Dinge, über die du schreiben kannst. Du bemerkst sie nur oft gar nicht mehr, weil sie für dich völlig normal sind.
Die Kunst ist also gar nicht, ständig etwas Neues zu erfinden. Du musst nur wissen, wo du nach einer guten Idee suchen kannst.
Für den Anfang habe ich dir drei Newsletter Ideen mitgebracht.

1. Erzähl die Geschichte hinter einem Produkt
Du hast garantiert Produkte im Laden, die du deinen Kundinnen am liebsten persönlich in die Hand drücken würdest.
Weil du weißt, wie gut sie sind.
Blöderweise wissen deine Kundinnen das oft noch nicht.
Also such dir genau so einen heimlichen Ladenliebling aus und erzähl seine Geschichte. Warum hast du ihn damals eingekauft? Was findest du selbst so gut daran?
Und warum denkst du, nimmt niemand dieses Produkt so wirklich wahr?
So könnte die Email aussehen:
Betreff: Steffi, diesen Ladenliebling kennt fast keiner
Subline / Vorschau: Bis ich erzähle, was ihn so besonders macht.
Inhalt der Email: Erzähl, warum genau dieses Produkt bei dir im Laden steht und was du daran so besonders findest.
Warum funktioniert es? Deine Kundin lernt ein Produkt kennen, an dem sie bisher vielleicht einfach vorbeigelaufen ist. Gleichzeitig bekommt sie deine persönliche Empfehlung dazu und genau die macht deinen Laden aus.
2. Beantworte eine Frage, die du jeden Tag hörst
Du beantwortest jeden Tag dieselben drei Fragen?
Perfekt. Dann hast du schon drei Themen für deine nächsten Emails.
Wichtig dabei: Schreib nicht einfach eine trockene Antwort herunter. Mach eine kleine Geschichte daraus.
Für ein Floristikgeschäft könnte das zum Beispiel so aussehen:
Betreff: DAS wollen deine Rosen nicht, wenn du sie abholst
Subline / Vorschau: So leben deine Rosen wirklich maximal lange.
Und dann steigst du ein mit:
„Neulich hat mich eine Kundin gefragt, warum ihre Rosen zu Hause manchmal schon nach wenigen Tagen die Köpfe hängen lassen.“
Und schon bist du mitten in der Geschichte.
Du kannst erzählen, was du ihr geantwortet hast, welchen Fehler viele mit ihren Rosen machen und was sie stattdessen tun kann.
Inhalt der Email: Nimm eine echte Frage aus deinem Ladenalltag und erzähl eine kleine Geschichte drumherum.
Warum funktioniert es? Du gibst deiner Kundin einen Tipp, den sie wirklich gebrauchen kann. Gleichzeitig bekommt sie ein kleines Stück deiner Beratung direkt ins Postfach.
Und plötzlich bist du dort nicht mehr „noch ein Newsletter“, sondern die Expertin, deren Emails man gerne öffnet.
Vielleicht bekommst du irgendwann sogar das kleine Prio-Sternchen im Postfach.
Und genau das wollen wir erreichen.
3. Erzähl etwas von dir
Deine Kundinnen kaufen nicht nur bei dir, weil du schöne Dinge im Laden hast.
Sie kommen auch wegen dir.
Also darfst du in deinen Emails ruhig mal etwas erzählen, das überhaupt nichts mit einem neuen Produkt zu tun hat.
Zum Beispiel etwas, das dir gerade passiert ist.
Du könntest so einsteigen:
Betreff: Steffi, ich musste gestern wirklich über mich selbst lachen
Subline / Vorschau: 15 Jahre Laden und DAS passiert mir immer noch.
Und dann erzählst du eine kleine Geschichte aus deinem Alltag.
Vielleicht hast du den Schlüssel im Laden vergessen. Vielleicht ist beim Dekorieren etwas komplett schiefgegangen. Vielleicht hast du dich bei einer Bestellung völlig verschätzt und stehst jetzt vor 48 rosa Vasen.
Es muss keine große Geschichte sein.
Im Gegenteil.
Gerade diese kleinen Geschichten sorgen dafür, dass deine Kundinnen das Gefühl haben, dich ein bisschen besser zu kennen.
Inhalt der Email: Erzähl eine kleine persönliche Geschichte aus deinem Ladenalltag. Etwas, das lustig war, dich beschäftigt hat oder bei dem du selbst kurz dachtest: „Das kann doch jetzt nicht wahr sein.“
Warum funktioniert es? Menschen bauen Beziehungen zu Menschen auf. Wenn deine Kundin regelmäßig kleine Geschichten von dir liest, wird aus „dem Laden in der Innenstadt“ irgendwann Steffis Laden.
Und genau dieses Gefühl bekommst du mit „20 % Rabatt nur heute“ garantiert nicht hin.
Kleiner Einschub an dieser Stelle:
Ich weiß, wir haben alle mal was zu jammern.
Leere Innenstädte. Unhöfliche Kunden. Diebstahl (!). Und Tage, an denen einfach alles nervt.
Aber genau das erzählen wir unseren Kundinnen nicht. Niemals.
Dein Laden ist ein Happy Place.
Da kommen deine Kundinnen hin, um eine schöne Zeit zu haben, sich inspirieren zu lassen und für einen Moment abzuschalten.
Die Probleme des Alltags bringen deine Kundinnen schon selbst mit. Die müssen sie nicht auch noch aus deinem Laden mit nach Hause nehmen.
Sorry für meine ehrlichen Worte.
Persönlich sein heißt nicht, deinen Frust bei deinen Kundinnen abzuladen.
Damit hast du jetzt schon drei Emails, die du schreiben kannst, ohne einmal „20 % Rabatt“ in die Betreffzeile zu quetschen.
Und vielleicht merkst du gerade schon:
Das Problem ist gar nicht, dass du nichts zu erzählen hast.
In deinem Laden passieren jeden Tag Dinge, über die du schreiben könntest.
Du berätst Kundinnen. Du beantwortest Fragen. Du erlebst kleine Geschichten. Du hast Produkte, über die du stundenlang erzählen könntest.
Dir fehlen meistens einfach die Ideen in genau dem Moment, in dem du vor deiner neuen Email sitzt.
Und genau deshalb habe ich irgendwann angefangen, solche Ideen für meinen Newsletter zu sammeln.
Daraus sind inzwischen 47 Newsletter-Ideen für Ladeninhaberinnen geworden.
Keine fertig geschriebenen Emails, die sich nach Copy & Paste anhören.
Sondern 47 konkrete Newsletter Ideen mit Betreff, Vorschautext, einer Idee für den Inhalt und dem Grund, warum genau diese Email funktioniert.
Damit du beim nächsten blinkenden Cursor nicht wieder dein Postfach schließt und denkst:
„Ach, ich mach das nächste Woche.“

Beim nächsten Newsletter soll der Cursor nicht wieder 20 Minuten blinken.
Such dir eine Idee aus, mach deine Geschichte daraus und schick deinen Kundinnen endlich eine Email, die sie gerne lesen.
In den 47 Newsletter-Ideen findest du für jede Idee einen Betreff, einen Vorschautext, den Inhalt der Email und kurz erklärt, warum sie funktioniert.
Hier gehts zu meinem Freebie The Dead End of Social Media.

